Ich freue mich sehr, Ihnen hiermit die Ausgabe 2011 des
Allergieratgebers vorstellen zu dürfen. Dieses Informationswerk
erscheint jährlich neu überarbeitet und stösst
stets auf grosses Interesse. Allergiepatienten und deren Angehörigen,
aber auch deren AerztInnen, Patientenorganisationen und mit
Allergien betroffenen Institutionen haben inzwischen hohe
Erwartungen - die so bin ich mir sicher, auch mit dieser Ausgabe
erfüllt werden.
Die neuesten Ergebnisse der grossen SAPALDIA-Studie an über
6000 Personnen in der Schweiz zeigen, dass weiterhin nahezu
30% der Schweizer Bevölkerung sogenannte Atopiker sind
und damit für Allergien gefährdet sind oder gar
an solchen erkranken.
Allergien als Ausdruck des Abwehrsystems mit der Umwelt spiegeln
in hohem Masse gleichbleibende oder auch veränderte Lebensformen
und Bedingungen. Entsprechend spannend sind über die
neuen Erkenntnisse in Ursachen, Abklärungen und vor allem
natürlich Behandlungsmöglichkeiten.
Bereits in früher Kindheit werden Weichen gestellt für
die spätere Allergiekarriere. Die jeweiligen Auslöser
sind noch nicht völlig bekannt und werden teils sehr
widersprüchlich diskutiert werden. "Gesunder Dreck",
Stillen, Haustierhaltung oder Impfen - Aspekte die vor allem
vielen Eltern beschäftigen und die unter anderem in den
Kapiteln "Allergiekarriere" und "Therapie und
Prophylaxe" eingehend besprochen werden.
Hochbrisante Themen wie Luftverschmutzung, Nahrungsmittelallergien
oder Waschmittelzusatzstoffe werden im Kapitel Allergene erläutert
- ebenso wie andere nicht weniger wichtige Bereiche wie Hausstaubmilben,
Haustiere oder Schimmel- und Hefepilze. Ein Dauerbrenner sind
auch Pollen als Auslöser der häufigsten allergischen
Erkrankung, des Heuschnuppen.
Ob beim Kochen oder bei der Körperpflege , ob am Auge
oder in der Lunge - überall können sich Allergien
auswirken.
Neue diagnostische Möglichkeiten erlauben zunehmend eine
hochpräzise Zuordnung der auslösenden Allergiesubstanz.
Bei der Diagnose können zunehmend einzelne allergieauslösende
Moleküle bestimmt werden. Das erlaubt schon heute in
der Routinediagnostik wesentlich präzisere Aussagen über
die Ursache etwa von gewissen Nahrungsmittel - oder Latexallergien.
Zudem kann die Eignung zu einer Immuntherapie mit Pollen oder
Insektengift durch die Bestimmung von IgE gegen solche Allergiemoleküle
teils sehr viel präziser bestimmt werden. Wichtige Neuerungen
in der allergen-spezifischen Immuntherapie mit deutlich wirksameren
Behandlungszyklen werden zurzeit breit untersucht und können
allenfalls in einigen Jahren sehr nachhaltig die Therapie
von Allergien günstig beeinflussen.
Diese und viele weitere Bereiche allergischer Erkrankungen
werden auch im neuen vorliegenden Führer eingehend diskutiert.
Unter Einbezug der aktuellsten Erkenntnisse und gut verständlich
werden Sie Ihnen von erfahrenen Allergieexperten dargestellt.
Ich möchte mich beim Mancassola-Verlag und den mitwirkenden
Spezialisten ganz herzlich für den wiederum sehr engagierten
Einsatz um diesen erneut so ansprechenden Allergie-Ratgeber
bedanken. Ich bin überzeugt, dass der Ratgeber dadurch
wiederum zu einem wertvollen Beitrag zur Verbesserung des
Wissens und letztendlich der Lebensqualität der Patienten
mit Allergien und deren Angehörigen beitragen kann.
Ich wünsche Ihnen eine anregende, kurzweilige und lohnende
Lektüre.