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Wissenschaftliche Direktion :
Dr Michaël Hofer

 



Ich freue mich sehr, Ihnen hiermit die Ausgabe 2010 des Allergieratgebers vorstellen zu dürfen. Dieses Informationswerk erscheint jährlich neu überarbeitet und stösst stets auf grosses Interesse. Allergiepatienten und deren Angehörigen, aber auch deren AerztInnen, Patientenorganisationen und mit Allergien betroffenen Institutionen haben inzwischen hohe Erwartungen - die so bin ich mir sicher, auch mit dieser Ausgabe erfüllt werden.

Die neuesten Ergebnisse der grossen SAPALDIA-Studie an über 6000 Personnen in der Schweiz zeigen, dass weiterhin nahezu 30% der Schweizer Bevölkerung sogenannte Atopiker sind und damit für Allergien gefährdet sind oder gar an solchen erkranken. Allergien als Ausdruck des Abwehrsystems mit der Umwelt spiegeln in hohem Masse gleichbleibende oder auch veränderte Lebensformen und Bedingungen. Entsprechend spannend sind über die neuen Erkenntnisse in Ursachen, Abklärungen und vor allem natürlich Behandlungsmöglichkeiten.

Bereits in früher Kindheit werden Weichen gestellt für die spätere Allergiekarriere. Die jeweiligen Auslöser sind noch nicht völlig bekannt und werden teils sehr widersprüchlich diskutiert werden. "Gesunder Dreck", Stillen oder Impfen - Aspekte die vor allem vielen Eltern beschäftigen und die unter anderem in den Kapiteln "Allergiekarriere" und "Therapie und Prophylaxe" eingehend besprochen werden.

Hochbrisante Themen wie Luftverschmutzung, Nahrungsmittelallergien oder Waschmittelzusatzstoffe werden im Kapitel Allergene erläutert - ebenso wie andere nicht weniger wichtige Bereiche wie Hausstaubmilben, Haustiere oder Schimmel- und Hefepilze. Ein Dauerbrenner sind auch Pollen als Auslöser der häufigsten allergischen Erkrankung, des Heuschnuppen. Ob beim Kochen oder bei der Körperpflege , ob am Auge oder in der Lunge - überall können sich Allergien auswirken. Neue diagnostische Möglichkeiten erlauben zunehmend eine hochpräzise Zuordnung der auslösenden Allergiesubstanz. Bei der Diagnose können zunehmend einzelne allergieauslösende Moleküle bestimmt werden, was wohl bald wesentlich präzisere Aussagen über die Ursache und allenfalls auch den möglichen Schweregrad einer Allergieneigung erlaubt.

Wichtige Neuerungen in der allergen-spezifischen Immuntherapie mit deutlich wirksameren Behandlungszyklen werden zurzeit breit untersucht und können allenfalls in einigen Jahren sehr nachhaltig die Therapie von Allergien günstig beeinflussen.

Diese und viele weitere Bereiche allergischer Erkrankungen werden auch im neuen vorliegenden Führer eingehend diskutiert. Unter Einbezug der aktuellsten Erkenntnisse und gut verständlich werden Sie Ihnen von erfahrenen Allergieexperten dargestellt.

Ich möchte mich beim Mancassola-Verlag und den mitwirkenden Spezialisten ganz herzlich für den wiederum sehr engagierten Einsatz um diesen erneut so ansprechenden Allergie-Ratgeber bedanken. Ich bin überzeugt, dass der Ratgeber dadurch wiederum zu einem wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Wissens und letztendlich der Lebensqualität der Patienten mit Allergien und deren Angehörigen beitragen kann.

Ich wünsche Ihnen eine anregende, kurzweilige und lohnende Lektüre.


PD Dr. Peter Schmid-Grendelmeier
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